Aktuelles Thema

Wir laden Euch dienstags (im Zweiwochenrhythmus) um 18:30 Uhr herzlich in die Wolbecker Straße 14 ein, um in der Diskussion zu einem aktuellen Thema jeweils zu klären, wie und warum Staat und Kapital eine Welt schaffen, die der Mehr­heit der Leute alles andere als bekommt.

Di., 16. Oktober 2018, 18:30 Uhr

Die Sammlungsbewegung „Aufstehen“

Die Sammlungsbewegung „Aufstehen“, u. a. von Sahra Wagenknecht gegründet, ruft auf zu einem massenhaften „Miteinander für eine bessere Welt!“. Das ist gut gemeint, wirft aber Fragen auf:

  • Alles soll besser werden – wer könnte dem widersprechen? Gegen wen richtet sich dieser Aufruf eigentlich? Wer hat kürzlich die Parole „Für eine schlechtere Welt“ ausgegeben?
  • Oder sollen alle Wohlmeinenden aufstehen, weil alles Schlechte in der Welt letztlich an ihrem fehlenden Miteinander liegt? Hartz IV, Lehrermangel, Wohnungsnot und Krieg – alles wirklich nichts als Zeichen für einen Ungeist von „Verunsicherung“, „Vereinzelung“ und „Zerstörung des sozialen Zusammenhalts“?
  • Liegt das wiederum daran, dass die Politiker nicht mehr mit uns Regierten am selben Strang ziehen? Weshalb wir „aufstehen“ und – miteinander! – „Druck entfalten“ müssen, damit die aufgerüttelten Staatsleute wieder das Miteinander herbeiregieren, das alle in unserer Demokratie doch eigentlich wollen („Wir wollen die Politik zurück zu den Bürgern bringen. Und die Menschen zurück in die Politik.“)?
  • Überhaupt: „Wir leben in einem Land voller Widersprüche“. Weil die Leute und die Politiker hier einfach noch nicht auf die Idee gekommen sind, man könnte es mal zusammen versuchen? Sondern wie die Rechten in letzter Zeit vermehrt auf „Hass und Intoleranz“ setzen?