Aktuelles Thema

Wir laden Euch dienstags (im Zweiwochenrhythmus) um 18:30 Uhr herzlich in die Wolbecker Straße 14 ein, um in der Diskussion zu einem aktuellen Thema jeweils zu klären, wie und warum Staat und Kapital eine Welt schaffen, die der Mehr­heit der Leute alles andere als bekommt.

Di., 07. August 2018, 18:30 Uhr

Entwicklungsländer

sind deshalb notorisch arm, so heißt es, weil sie vor allem unter „Kapital­mangel“ und „schlechtem Regieren“ leiden, also das nega­tive Abzieh­bild dessen darstellen, was bei uns wirt­schaftlich und politisch „gut“ funktioniert.

Zu diesem Befund kommt man dann, wenn man von dem Dogma ausgeht, Investi­tionen und Wah­len wären für den „Reich­tum“ in der Welt da – und gleich­zeitig fest­stellt, dass sie es in diesen Staaten schon einmal nicht sind. So kommt das seltsame Ergebnis heraus, dass ein Entwick­lungs­land eines ist, das eine einzige schlechte Bedingung für seine Ent­wicklung ist.

Wenn man sich klar­machen will, warum Entwick­lungs­länder offen­sicht­lich so organisiert sind, dass sie auf Dauer Entwick­lungs­länder bleiben, dann gilt es doch wohl, sich damit zu beschäftigen, was diese Staaten haben und treiben – und nicht, sich dauernd die billige Feststellung abzuholen, dass sie arm sind, weil sie nicht reich sind.

Welche Rolle dabei die „Entwick­lungs­zusammen­arbeit“ zwischen „Industrie­ländern“ und „Entwick­lungs­ländern“ spielt, deren Be­mühen darin bestehen soll, „welt­weite Unter­schiede in der sozio­öko­nomischen Ent­wicklung und in den allgemeinen Lebens­bedingungen dauer­haft und nach­haltig abzubauen“ (de.wikipedia.org), kann in diesem Zusammen­hang auch gewürdigt werden.