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„Im übrigen fängt Kritik nicht damit an, daß sie an sich die kri­­tische Frage stellt, ob sie weiter­geht, praktisch und konstruktiv ist. Sie beginnt damit, daß man sich Rechen­schaft ablegt darüber, woher all das kommt, was man als Belästi­gung und Schaden wahr­­nimmt. Wer auf das bißchen Ursachen­forschung ver­zichtet, vertut sich wo­möglich im Engage­ment, sucht sich Ort, Zeit und Adressat wie Gegner seiner Be­mühungen ver­kehrt aus. Dann ver­geht seine Ju­gend, und er war in Gorleben zelten, hat seine Zeit im Frauen­buch­laden ver­plempert und Grüne ge­wählt, während die Klassen­gesell­schaft funktio­niert, daß es kracht.“
Die Klassen (II), MSZ – Gegen die Kosten der Freiheit

Die destruktive kritik Münster lädt immer am zweiten Dienstag im Monat um 19:30 Uhr dazu ein, aktuelle poli­tische Entwick­­lungen zu disku­­tieren. Ort der Debatte, falls nicht im Ver­anstaltungs­hinweis anders an­gegeben, ist die Wolbecker Str. 14, in der Nähe des Haupt­­bahnhofs.

Di., 09. Mai 2017, 19:30 Uhr

Gerechtigkeit – was ist das?”

Von den Schulzensuren über die Entlohnung von Frauen bis zur Verteilung des Reichtums auf dem Globus – es gilt als gewichtiger Einwand gegen gesellschaftliche Zustände, dass diese “ungerecht” seien.

Was will und woher kommt eigentlich eine Art von Kritik, die gar nicht mit den jeweils geschädigten Interessen argumentiert, sondern die sich auf ein allgemeingültiges Prinzip beruft – eben das der Gerechtigkeit – in dessen Geist die kritisierten staatlichen Instanzen selbst ihre Regentschaft (über diese “Missstände”) ausüben?

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