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„Im übrigen fängt Kritik nicht damit an, daß sie an sich die kri­­tische Frage stellt, ob sie weiter­geht, praktisch und konstruktiv ist. Sie beginnt damit, daß man sich Rechen­schaft ablegt darüber, woher all das kommt, was man als Belästi­gung und Schaden wahr­­nimmt. Wer auf das bißchen Ursachen­forschung ver­zichtet, vertut sich wo­möglich im Engage­ment, sucht sich Ort, Zeit und Adressat wie Gegner seiner Be­mühungen ver­kehrt aus. Dann ver­geht seine Ju­gend, und er war in Gorleben zelten, hat seine Zeit im Frauen­buch­laden ver­plempert und Grüne ge­wählt, während die Klassen­gesell­schaft funktio­niert, daß es kracht.“
Die Klassen (II), MSZ – Gegen die Kosten der Freiheit

Die destruktive kritik Münster lädt dienstags (im Zwei­wochen­rhythmus) um 19:30 Uhr dazu ein, aktuelle poli­tische Entwick­­lungen zu disku­­tieren. Ort der Debatte, falls nicht im Ver­anstaltungs­hinweis anders an­gegeben, ist die Wolbecker Str. 14, in der Nähe des Haupt­­bahnhofs.

Di., 26. September 2017, 19:30 Uhr

Fairer Handel, bewusstes Konsumieren

Die Macht des „verantwortungsvollen Verbrauchers” – nichts als Einbildung

Unaushaltbar für Kleinbauern in Guatemala wie für Näherinnen in Bangladesch, zudem ruinös für die Natur – so kennt der kritisch eingestellte Konsument die marktwirtschaftliche Produktion und ihre Resultate. Und er weiß Rat: Sein Geldbeutel soll mit gezieltem Einsatz die zahlreichen unguten Nebenwirkungen der Produktion für Profit einfach wegkaufen. Wir halten das für eine Schnapsidee, die für nichts brauchbar ist als für ein gutes Gewissen bei ihren Anhängern und ein paar Extragewinne bei ihren geschäftstüchtigen Dienstleistern.