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„Im übrigen fängt Kritik nicht damit an, daß sie an sich die kri­­tische Frage stellt, ob sie weiter­geht, praktisch und konstruktiv ist. Sie beginnt damit, daß man sich Rechen­schaft ablegt darüber, woher all das kommt, was man als Belästi­gung und Schaden wahr­­nimmt. Wer auf das bißchen Ursachen­forschung ver­zichtet, vertut sich wo­möglich im Engage­ment, sucht sich Ort, Zeit und Adressat wie Gegner seiner Be­mühungen ver­kehrt aus. Dann ver­geht seine Ju­gend, und er war in Gorleben zelten, hat seine Zeit im Frauen­buch­laden ver­plempert und Grüne ge­wählt, während die Klassen­gesell­schaft funktio­niert, daß es kracht.“
Die Klassen (II), MSZ – Gegen die Kosten der Freiheit

Die destruktive kritik Münster lädt dienstags (im Zwei­wochen­rhythmus) um 18:30 Uhr dazu ein, aktuelle poli­tische Entwick­­lungen zu disku­­tieren. Ort der Debatte, falls nicht im Ver­anstaltungs­hinweis anders an­gegeben, ist die Wolbecker Str. 14, in der Nähe des Haupt­­bahnhofs.

Di., 21. Mai 2019, 18:30 Uhr

Ohne Wachstum ist alles nichts

Noch die solidesten Hin­weise darauf, dass unsere wachstums­fokus­sierte Wirt­schaft dem Klima schadet, Massen von Abfall hinter­lässt, durch Stress krank macht u. ä., müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, sie seien welt­fremd, wenn nicht konsum- und fort­schritts­feindlich. Denn: ohne Wachstum ist Krise, ohne Wachstum wächst die Arbeits­losig­keit, sind Renten und Sozial­kosten nicht zu finan­zieren und wir alle werden ärmer. Dass das Wohl und Wehe des gesamten gesell­schaft­lichen und politischen Innen­lebens hier­zulande von einer gelingenden Wirtschafts­dynamik abhängt, gilt in der Markt­wirt­schaft als so selbst­verständlich und vernünftig, dass sich die Frage erübrigt, was da warum eigent­lich wächst, wenn die Wirt­schaft wächst. Wir wollen sie in der Dis­kussions­runde dennoch stellen.