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„Im übrigen fängt Kritik nicht damit an, daß sie an sich die kri­­tische Frage stellt, ob sie weiter­geht, praktisch und konstruktiv ist. Sie beginnt damit, daß man sich Rechen­schaft ablegt darüber, woher all das kommt, was man als Belästi­gung und Schaden wahr­­nimmt. Wer auf das bißchen Ursachen­forschung ver­zichtet, vertut sich wo­möglich im Engage­ment, sucht sich Ort, Zeit und Adressat wie Gegner seiner Be­mühungen ver­kehrt aus. Dann ver­geht seine Ju­gend, und er war in Gorleben zelten, hat seine Zeit im Frauen­buch­laden ver­plempert und Grüne ge­wählt, während die Klassen­gesell­schaft funktio­niert, daß es kracht.“
Die Klassen (II), MSZ – Gegen die Kosten der Freiheit

Die destruktive kritik Münster lädt dienstags (im Zwei­wochen­rhythmus) um 18:30 Uhr dazu ein, aktuelle poli­tische Entwick­­lungen zu disku­­tieren. Ort der Debatte, falls nicht im Ver­anstaltungs­hinweis anders an­gegeben, ist die Wolbecker Str. 14, in der Nähe des Haupt­­bahnhofs.

Di., 19. Februar 2019, 18:30 Uhr

Venezuela

„Die Zeit für Maduro ist abgelaufen“ (H. Maas)

Der Außenminister, sekundiert durch den Mainstream der deutschen Medien, muss es wissen: Es ist an der Zeit, das ‚chavistische Experiment‘ endgültig scheitern zu lassen. Schließlich ist Maduro ein „Diktator“, der durch „jahrelange Misswirtschaft und Korruption“ das venezolanische Volk ins Elend gestürzt hat. Er kennt aber noch gewichtigere Gründe: Deutschland und die EU sind es sich schuldig, sich in das dort neu eskalierende „Kräftemessen der Großmächte“ einzuklinken, wenn Trump jetzt ausdrücklich das Recht Amerikas vollstrecken will, in „seiner Hemisphäre“ aufzuräumen.

Leseempfehlung: „Venezuela: Der Niedergang des ‚bolivarischen Sozialismus‘ und seine Gründe“ aus Heft 2-2018 der Zeitschrift GegenStandpunkt