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„Im übrigen fängt Kritik nicht damit an, daß sie an sich die kri­­tische Frage stellt, ob sie weiter­geht, praktisch und konstruktiv ist. Sie beginnt damit, daß man sich Rechen­schaft ablegt darüber, woher all das kommt, was man als Belästi­gung und Schaden wahr­­nimmt. Wer auf das bißchen Ursachen­forschung ver­zichtet, vertut sich wo­möglich im Engage­ment, sucht sich Ort, Zeit und Adressat wie Gegner seiner Be­mühungen ver­kehrt aus. Dann ver­geht seine Ju­gend, und er war in Gorleben zelten, hat seine Zeit im Frauen­buch­laden ver­plempert und Grüne ge­wählt, während die Klassen­gesell­schaft funktio­niert, daß es kracht.“
Die Klassen (II), MSZ – Gegen die Kosten der Freiheit

Die destruktive kritik Münster lädt an jedem ersten Donnerstag im Monat um 19:00 Uhr dazu ein, aktuelle poli­tische Entwick­­lungen zu disku­­tieren. Ort der Debatte, falls nicht im Ver­anstaltungs­hinweis anders an­gegeben, ist der Club Courage in der Wolbecker Str. 14, in der Nähe des Haupt­­bahnhofs.

Dienstag, 3. März 2020, 19:00 Uhr
Club Courage, Wolbecker Str. 14, 48155 Münster

Landwirtschaft im Kapitalismus:

unvernünftig, unverträglich, unverbesserlich

Proteste der einen gegen eine Landwirtschaft, die mit staatlichen Förderungen und Regelungen Natur und Verbraucher beschädigt; Proteste der anderen genau dagegen, dass ihnen ihre bäuerliche Existenz, die durch ruinöse Preisdiktate der großen Abnehmer ohnehin dauernd prekär gemacht wird, demnächst mit noch mehr Öko-Auflagen endgültig verunmöglicht wird – was können wir darüber über die Landwirtschaft im Kapitalismus lernen?